Gaia Global Circus

nach Bruno Latour
Eine Tragikomödie über das Klima und den Erdball

SO 25. Februar, 18:00 Uhr

Eintritt: 15 € / 8 € (ermäßigt)

Regie: Rainer Escher
es spielen Hedwig Franke, Monika-Margret Steger, Maike Wehmeier, Sascha Koal und Markus Maier

Bühne: Holger Endres
Kostüm: Bea Albl
Dramaturgie: Angela Wendt

Fotos: Christian Kleiner

Pressestimmen

»Bruno Latours „Gaia Global Circus“ ist ein kluger, vielstimmig irrlichternder und hellsichtiger Text, den Escher und sein Ensemble als Mix aus Schauspielperformance und Kabarett in knackigen 60 Minuten mit Witz und sicherem Timing auf die Abschussrampe ins Ungewisse setzen.«
Mannheimer Morgen
hier geht es zur kompletten Kritik


»„Gaia Global Circus“ ist eine Art Wissenschaftstheater des renommierten, im Vorjahr verstorbenen Soziologen und Philosophen Bruno Latour. An das Hirn stellt es einige Ansprüche, hat in der Lesart von Regisseur Rainer Escher aber auch erheiternd satirische Züge. (...) Eschers szenisch flüssiges, sprachlich und darstellerisch vorzügliches Kleinformat ist sicher eine dem Inhalt angemessene Version.«
Die Rheinpfalz

Bruno Latours Stück "GAIA GLOBAL CIRCUS ist Dokumentartheater, Agitprop, Kabarett, Science-Fiction, Performance, theatrale Installation und noch anderes mehr. Latour spielt mit diesen Formen, um eine aktuelle Fragestellung vorzuführen: Ist die Erde noch zu retten? Ist nicht längst der point of no return überschritten? Was haben wir Menschen noch zu erwarten? Was bleibt übrig? Wer kann uns retten? Kann uns überhaupt jemand retten?

Latour lässt Wissenschaftler und Politiker auftreten, Klimaleugner und Berufsoptimisten, Dr.Frankenstein mit seiner Autorin; Dr. Lovelock und seine Gaia-Theorie; Noah und die im Bau befindliche Arche. Sie alle wollen die an der Arche oder am Kernkraftwerk arbeitenden Menschen von der Richtigkeit ihrer Standpunkte überzeugen und sie erlösen, sie retten. Doch sie alle stürzen die Menschen in noch größere Verwirrung.
Denn: Wie soll man das Undenkbare denken?

Bruno Latour, geboren 1947 in Beaune, Burgund, Sohn einer Winzerfamilie. Studium der Philosophie und Anthropologie. Er war Professor am Sciences Politiques Paris, kuratierte Ausstellungen und schrieb Abhandlungen über das neue Klimaregime und die Orientierungslosigkeit, mit der die Politik ihm gegenübersteht. 
Für sein umfangreiches Werk hat er zahlreiche Preise und Ehrungen erhalten, darunter den Siegfried Unseld Preis und den Holberg-Preis. 
Latour starb am 09. Oktober 2022 in Paris.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim und den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.