Abgang

    Gedenken an kürzlich verstorbene Prominente

    DI 28. Januar, 19:30 Uhr

    Eintritt: 8 € / 6 € (ermäßigt)
    Für ABGANG können keine Karten vorbestellt werden, der Verkauf läuft ausschließlich über die Abendkasse.

    Die Lesung Abgang gedenkt Prominenten, die in den Wochen zuvor gestorben sind. Ob Künstler, Politiker oder Wissenschaftler: Durch ihre Texte, Lieder, Filme oder Erfindungen werden die Toten an diesem Abend noch einmal sehr lebendig. Dass dabei nicht lange geplant werden kann, liegt in der Sache der Natur.

    Und gerade diese Spontaneität macht die Veranstaltung so einzigartig und abwechslungsreich. Wer wird dabei sein, welche Gäste kommen zusammen? Zufall und Schicksal entscheiden darüber oftmals wenige Stunden vor Veranstaltungsbeginn. Eins ist allerdings sicher: Abgang ist alles andere als eine langweilige Trauerfeier.

    Im Januar lesen Mitglieder der Gruppe Neues EnsemblE, im Januar sind dies Elisabeth Auer, Hedwig Franke, Mathias Wendel und Sascha Koal; der Leiter des Theater Felina-Areal wählt auch die Texte aus.

    Im Januar gedenken wir u. a. der Volksschauspielerin Veronika Fitz, die schon in den 50ern in Das Wirtshaus im Spessart mitspielte, später als Die Hausmeisterin tätig war und fast hundert Folgen das Forsthaus Falkenau bereicherte.
    Nördlicher angesiedelt war Jan Fedder, reichte sein Serienviertel doch von den St. Pauli-Landungsbrücken bis zum Großstadtrevier.
    Dort traf er gleich viermal auf Gerd Baltus. Der war seit den 60ern nicht mehr von den TV-Schirmen wegzudenken, viermal begegnete man ihm in Der Kommissar, neunmal in Derrick und den Tatort bereicherte er ein halbes Dutzend Mal.
    Sue Lyon erlangte bereits mit 14 Jahren Weltruhm als Titeldarstellerin im Skandalfilm Lolita und durfte wegen ihres jugendlichen Alters nicht zur Premiere des Films.
    Zehn Jahre älter war Claudine Auger als sie sich 1965 den Zuschauern als Bondgirl in Feuerball ins cineastische Gedächtnis brannte.
    Anna Karina wurde am bekanntesten durch die Filme mit ihrem damaligen Ehemann Jean-Luc Godard, z. B. Eine Frau ist eine Frau, Die Geschichte der Nana S. oder Alphaville.
    Der vielseitige Danny Aiello fiel auf als Polizeichef in Es war einmal in Amerika, als Gangster in Léon - Der Profi, als Pizzabäcker in Do the Right Thing und als Chiropraktiker in Jacob’s Ladder.
    Der Designer Syd Mead entwarf die Welt des Blade Runner, den Roboter Nummer 5 und die Weltraumfahrzeuge aus Aliens - Die Rückkehr und Mission to Mars.
    Allee Willis war beteiligt als Songwriterin an Hits von Earth, Wind & Fire und The Pointed Sisters und ließ Dusty Springfield gemeinsam mit The Pet Shop Boys fragen: What Have I Done to Deserve This?
    Auf jeden Fall hat es der Torhüter Hans Tilkowski nicht verdient, wenn man ihm vor allem mit dem umstrittenen Wembley-Tor in Verbindung bringt.

    Pressestimmen
    »Wenn es um den Tod geht, ist eigentlich niemandem zum Lachen zumute. Wenn das Neue Ensemble des Theater Felina Areal mit seiner Kultlesung auf der Bühne steht, dafür umso mehr.
    „Abgang“ ist eine schräge Lesung, beliebt und hochgelobt und auf jeden Fall zum Totlachen. Das, was die Zuschauer im voll besetzten Theatersaal erwartet, ist mehr als nur tiefschwarzer Humor, es ist ein amüsantes Gedenken an jüngst verstorbene bekannte Schauspieler, Musiker, Dichter und Denker, bei dem nichts und niemand verschont bleibt. Doch ab und zu zeigt der Tod auch seine fröhliche Seite (...)
    Die fünf Akteure spielen mit ihren Stimmbändern wie ein Orchester verschiedener Stimmlagen und Stimmungen. Sie greifenkleine Details akribisch auf, die in kurzen, unscheinbaren Nebensätzen versteckt sind.
    Fazit: ein rundum gelungener Leseabend.«
    Mannheimer Morgen (über Abgang Januar 2016)

    »Die Stammgäste wissen, dass sie kein konventionelles Theater erwartet. Es ist vielmehr, als beobachteten sie einen intellektuellen Kneipenabend alter Freunde mit einem Hang zur platonischen Nekrophilie.«
    Mannheimer Morgen (über Abgang September 2015)

    »Die Texte der Lesung hatte Regisseur Sascha Koal mit Sinn für Pointen und hintersinnigen Humor ausgesucht. Doch Gelächter beim kollektiven Gedenken an literarische, philosophische, politische und künstlerische Größen (...) – ist das erlaubt? Unsere Tage auf Erden sind begrenzt und nichts vergegenwärtigt diese Tatsache so sehr wie ein unerwarteter Tod. Doch es ist der Humor, der dafür sorgt, dass die Menschen nicht ihren Überlebenswillen verlieren (...)
    Die vier Schauspieler jedenfalls zeigten, dass sie keine Trauerklöße sind. Mit überbordender Spielfreude schlüpften sie in mehr als 40 Rollen: Das Lachen und der Tod – bei ihrer brüllend komischen Lesung loteten sie genau diese Frage mit Feingefühl und Empathie aus.«
    Mannheimer Morgen (über Abgang März 2015)

    »...eine amüsante Lesung mit frech-frivolen musikalischen Akzenten...
    „Abgang“ gleicht einem szenischen Abschiedsbrief - mit einem Augenzwinkern inszenierte, humorvoll bis leisemelancholische Reflexionen über das Leben, das Theater und den Tod.«
    Mannheimer Morgen (über Abgang April 2013)

    Das Bild unseres Fotografen DangerZone zeigt den Mittelpunkt Mannheims, den Sensenmann auf der Spitze des Paradeplatz-Brunnens.