Solastalgia

Tanzproduktion von & mit Michelle Cheung und Éric Trottier

Wiederaufnahmen
Die Vorstellungen finden im Stromwerk statt (Fardelystraße 1 / Neckarstadt West)

Eintritt: 15 € / 8 € (ermäßigt)

Choreographie, Ausstattung und Tanz: Michelle Cheung und Eric Trottier
Musik: Steffen Dix und Peter Hinz

Visual Arts: Benjamin S. Jantzen
Kostüm: Petra Vaskova
Dramaturgie und Management: Susanne Brauer

CO2 Emissionswerte, übermäßige Fleischproduktion, Flugreisen, Abholzung der Regenwälder, Ausbeutung der globalen Ressourcen, Schmelzen von Polkappen und Gletschern, Überschwemmungen, globale Klimamigration - diese Schlagworte sind uns gegenwärtig. Wir kennen die Diagnosen der Experten und verstehen (?): uns bleibt wenig Zeit, die finale Zerstörung der Welt, wie wir sie kannten, aufzuhalten. Wenn wir vegan leben, beruhigen wir vielleicht unser Gewissen – können wir uns so einfach auch vor den Ängsten und Emotionen angesichts der bevorstehenden Klima-Katastrophe schützen?
Wir leben im Zeitalter der „Solastalgia“. Im Zeitalter des Leids, das man empfindet, wenn die eigene Heimat vor unseren Augen zerstört wird. Solastalgia ist die Verzweiflung, die wir über den Verlust des Trostes, der Schönheit, der Kohärenz und der Integrität der Welt empfinden, die wir für selbstverständlich hielten. Es handelt sich nicht mehr um eine isolierte Erfahrung von Menschen in einzelnen Teilen der Welt, sondern wir spüren überall die Auswirkungen des ökologischen Wandels und des Verlusts unserer Umwelt. Psychotherapie hilft uns in dieser globalen psychischen Epidemie nicht weiter.
Denn Solastalgia ist kein persönliches Problem.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim  und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg