When No One is Watching
Tanzperformance von Delphina Parenti

Live-Premiere Frühjahr 2022


mit Delphina Parenti, Saraï Patisson und Arno de Bry
in Zusammenarbeit mit der Architektin Mireille Solomon

Unser Leben ist den Gesetzen des Marktes unterworfen.
Die Menschen werden aus den Wohngebieten verdrängt, weil die Mieten unerschwinglich werden und Nobelviertel entstehen. Gentrifizierung fördert die Ghettoisierung der sozial Benachteiligten und die Aneignung des Raums durch diejenigen, die es sich leisten können. Dieses Thema ist in Deutschland in den letzten Jahren virulent geworden, denn jede Möglichkeit der Mieterhöhung wird ausgereizt.

Diese ortsspezifische Tanzperformance nimmt Sie mit auf eine Reise durch das Atelierhaus im Hafen. Es entsteht eine performativer Aktion und zugleich ein Wechselspiel:
die Abgrenzung des Raums als Mittel der Kontrolle und umgekehrtals Mittel zur Schaffung von Inklusivität und Diversifizierung.

Anfang Dezember gibt es die Vorabpräsentation der work-in-progress-Produktion, im Frühjahr folgt die Premiere.
An beiden Abenden wird der Tanzfilm Her loveliness, alwayssubmerged gezeigt.
Ursprünglich für die Bühne konzipiert,wurde das Projekt wegen der Pandemie filmisch realisiert.

Er bezieht sich suf die historische Figur der Nonne und Dichterin Juana Ines de la Cruz im 17. Jahrhundert. Sie integrierte Kultur und Glauben der mexikanischen Ureinwohner in ihre philosophischen, sakralen und weltlichen Werke und Theaterstücke. Sie wollte damit die soziokulturellen Grenzen ihrer Zeit überwinden, indem sie die Ausbeutung der Frauen und des Landes aufdeckte. Sie wurde so zu einer der wichtigstenPoeten des 17. Jahrhunderts.

Der Sound des Tanzfilmes stammt von Verónica Mota, die Choreographie von Delphina Parenti. Es tanzen Miriam Markl und Veronika Kornová-Cardizzaro.

Gefördert u. a. durch das Kulturamt der Stadt Mannheim und im Rahmen von Move to Dance. Unterstützt wird diese Reihe im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des MWK BW.